• Stellantis baut seine Kreislaufwirtschaft aus

    -recy-jpgStellantis baut sein Wiederverwertungsprogramm Sustainera aus und wird demnächst ein weiteres Fahrzeugabbauzentrum einrichten. Demontagezentren hat der Autokonzern seit 2024 in Turin (Italien) und seit 2025 in Sao Paulo (Brasilien). Dort werden voll funktionsfähige Teile aus Altfahrzeugen gewonnen und als Original-Ersatzteile wiederverwendet. So wurden über 28.600 Motoren wurden auf diese Weise im vergangenen Jahr im Circular Economy Hub in Italien wiederaufbereitet, fast dreimal so viele wie 2024. Das Angebot an wiederaufbereiteten Originalteilen in Europa unfasst unter anderem auch LED-Scheinwerfer, Multimedia-Displays, DPF-Tanks und neue Bremssättel für mehrere Marken.

    Nicht wiederverwendbare Komponenten werden dem Recycling zugeführt, aus denen neue Materialien gewonnen werden. So gibt es im Demontagezentrum in Italien einen geschlossenen Aluminium-Kreislauf: Die Motoren aus Altfahrzeugen werden an Soremo geliefert, einen Pionierpartner im ELV-Motorrecycling, der sie in Aluminiumbarren für die Herstellung neuer Motoren umwandelt.

    Auch die Wiederverwendung von gebrauchten Hochspannungsbatterien außerhalb des Automobilsektors spielt eine wesentliche Rolle in der Strategie von Sustainera, in der es darum geht, neue Anwendungen für den Einsatz von Second-Life-Batterien zu entwickeln. Ein Beispiel ist ein Energiespeichersystem am Flughafen Rom-Fiumicino. 2025 wuchs die Energiemenge aus EV-Batterien, die für Second-Life-Anwendungen an Dritte verkauft wurden, um mehr als das Vierfache auf 123.000 kWh.

    2025 verzeichnete das Wiederverwendungsgeschäft von Stellantis einen Zuwachs von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtbestand von B-Parts in Europa und Nordamerika umfasst mittlerweile über 15 Millionen Gebrauchtteile für alle Marken und Modelle. Teile aus dem Turiner Demontagezentrum werden seit Kurzem unter anderem auch über Ebay-Shops für ganz Europa angeboten. (aum)