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  • Opel sammelt Erfahrungen für den Rallye-Stromer

    -ocrc-jpgDer Rüsselsheimer Automobilhersteller Opel bereitet sich mit Testfahrten auf den ADAC-Opel-e-Rallye-Cup vor. Zwei Entwicklungsträger des batterie-elektrischen Rallyewagens absolvieren aktuell Ausdauertests im Testcenter Dudenhofen. Da bisher keine Erfahrungswerte vorlagen, musste sich Opel bei der Entwicklung bisher auf Simulationen verlassen. Nun sammeln die Hessen Realdaten.

    Laut Opel-Motorsport-Direktor Jörg Schrott sei ein weiterer Schwerpunkt der Tests die Belastung und der thermische Haushalt der Batterie unter Rennbedingungen, ein anderer die Software-Adaption. Wichtig sei es, die Leistung jederzeit und unter allen Bedingungen konstant abrufen zu können. Der 136 PS starke Stromer generiere ein maximales Drehmoment von 260 Newtonmetern und verfüge durch die über den Unterboden verteilten Batterieeinheiten (baugleich mit dem Serienfahrzeug) einen tiefen Schwerpunkt sowie eine günstige Gewichtsverteilung, heißt es seitens der Motorsport-Abteilung.

    Um die Reichweite des Rallye-Flitzers im Rennbetrieb maximal auszureizen, sind drei Betriebsarten möglich: Im Modus „WP“ (Wertungsprüfung) liegen die volle Leistung und das maximale Drehmoment an. Im Modus „WP Regen“ kommt eine angepasste Drehmomentkurve für rutschigen Untergrund zur Anwendung. Den energiesparenden Modus „Eco“ werden die Teams dann für die Verbindungsetappen vom oder zum Serviceplatz und zwischen den Wertungsprüfungen wählen.

    Sobald die Entwicklung des Corsa-e Rallye abgeschlossen ist, wird ein Referenzauto aufgebaut, das wiederum als Vorlage für die Kundenfahrzeuge dient. Für die erste Saison 2020/2021 ist geplant, rund 20 Corsa-e Rallye aufzubauen, von denen bis zu 15 im Sommer an Kundenteams gehen. (ampnet/deg)