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  • Opel-Chef Lohscheller: „Pace funktioniert“

    -jpgEin Jahr nach der Vorstellung des Unternehmensplans „PACE!“ ist Opel/Vauxhall auf Kurs. „Pace funktioniert! Opel wird nachhaltig profitabel, elektrisch und global. „Wir haben im ersten Halbjahr 2018 einen Gewinn von 502 Millionen Euro erwirtschaftet“, zog Opel-Chef Michael Lohscheller eine erste Bilanz. Neben einem deutlich optimierten Vertriebskanalmix trieb vor allem die verbesserte Preissetzungsstärke das gute finanzielle Ergebnis im ersten Halbjahr voran. Zudem wurde die Kundenloyalität im Vergleich zu 2016 deutlich gesteigert.

    Im ersten Halbjahr hat Opel laut Lohscheller die Fixkosten um 28 Prozent gesenkt. Für alle Standorte wurden mit den Sozialpartnern umfassende Vereinbarungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit getroffen. So sei es gelungen, das Verhältnis der Personalkosten zum Umsatz deutlich zu verbessern. Auch die Ankündigung, das Top-Management deutlich zu verschlanken, habe das Unternehmen eingehalten: Im vergangenen Jahr sei die Zahl der oberen Managementpositionen um ein Viertel gesunken.

    „Opel steht weiter klar zu dem Ziel, auf Werksschließungen zu verzichten. Das Unternehmen investiert in die verschiedenen Standorte, in mehreren Werken sind bereits neue Produktallokationen erfolgt“, betonte Lohscheller. Man profitiere zunehmend von der Integration in den französischen PSA-Konzern. Die auf den gemeinsamen Plattformen konzipierten Fahrzeuge sind nach Opel-Angaben in der Entwicklung bis zu 50 Prozent kostengünstiger – bei verbesserter Qualität. Und auch in vielen weiteren Bereichen des Unternehmens seien umfassende Synergien erzielt worden – etwa durch integrierte Vertriebsstrukturen in vielen Ländern Europas oder die Bündelung globaler Funktionen im Konzern.

    Die Position des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums sei innerhalb des globalen R&D-Netzwerks der PSA-Gruppe gestärkt worden, so der Opel-Chef. Neben den 15 Kompetenzzentren mit globaler Verantwortung (u.a. Sitze, Brennstoffzelle und hochentwickelte Fahrerassistenz-Systeme) für den kompletten Konzern sei der Standort auch federführend bei der Entwicklung leichter Nutzfahrzeuge sowie einer neuen Motorenfamilie. Da durch den Rückgang an Aufträgen von externen Unternehmen dennoch Überkapazitäten drohten, hat Opel Pläne für eine strategische Partnerschaft mit dem Entwicklungsdienstleister Segula Technologies angekündigt, um Arbeitsplätze in Rüsselsheim und im Testcenter Dudenhofen zu sichern. Bis zu 2000 Opel-Mitarbeiter könnten von Segula Technologies übernommen werden; der bis Juli 2023 vereinbarte Kündigungsschutz würde unverändert bestehen bleiben.

    Modellpolitisch richten sich der deutsche Autohersteller und seine britische Schwestermarke Vauxhall auf eine Elektrifizierung aus. 2020 werden vier Fahrzeuge elektrifiziert sein, darunter der Corsa in einer rein batterie-elektrischen Variante, sowie der Grandland X als erster Plug-in-Hybrid von Opel. In den kommenden zwei Jahren wird das Unternehmen insgesamt acht neue Modelle auf den Markt bringen. Ab 2024 soll jeder Opel auch in einer elektrifizierten Variante zu haben sein. Das Unternehmen wird sich jetzt gemeinsam mit Partnern wie der Stadt Rüsselsheim an einem Projekt zum Aufbau von Ladeinfrastruktur am Stammsitz des Unternehmens beteiligen.
    Im profitablen Segment der leichten Nutzfahrzeuge will Opel mittelfristig einen Marktanteil auf dem Niveau des Pkw-Segments erreichen. Ermöglicht werden soll dies durch Verbesserungen bei den Händlerverträgen (jeder Opel-Händler kann mittlerweile auch leichte Nutzfahrzeuge anbieten). Der in diesem Jahr eingeführte Combo, das Opel-Pendant zu Citroen Berlingo und Peugeot Partner, kommt bereits auf rund 25 000 Bestellungen – das sind mehr als im gesamten Jahr 2017 in Europa neu zugelassen wurden. Der komplett neue Vivaro kommt nächstes Jahr in den Handel.

    Zudem hat Opel sein Engagement auf außereuropäischen Exportmärkten verstärkt. In vielen Ländern wurden neue Importeure unter Vertrag genommen, um verstärkt auf Wachstum zu setzen – unter anderem in Marokko, Tunesien oder Südafrika. Noch in diesem Monat wird Opel mit der Montage des Grandland X für den afrikanischen Markt in einem neuen Werk in Namibia starten. In den europäischen Märkten wurde in den vergangenen Wochen erstmals unter dem Dach der PSA-Mobilitätsmarke „Free2Move“ ein umfassendes Full-Service-Leasing-Angebot eingeführt. (ampnet/jri)
    Kommentare 5 Kommentare
    1. Avatar von AstraF1.6_16V
      AstraF1.6_16V -
      Die auf den gemeinsamen Plattformen konzipierten Fahrzeuge sind nach Opel-Angaben in der Entwicklung bis zu 50 Prozent kostengünstiger – bei verbesserter Qualität.
      Gewagte Aussage, ohne Fakten liefern zu können. Denn wie es um die Qualität bestimmt ist, wird sich erst in ein paar Jahren zeigen.
    1. Avatar von Astraracer87
      Astraracer87 -
      Naja Qualität- da gibt es Denke ich einige Definitonen für oder? Ist Qualität das ein Teil lange hält? Oder ist es nur das was der Kunde direkt spürt?
      Das ist wie seine Aussage Opel Testzentrum bleibt in Opel Hand Segula wird dies nur als Betreibermodell führen. Eine Aussage - aber man kann nichts herauslesen. Was das genau heißt oder wer da betroffen ist und wie das aussieht? Kein Wort. Wie in der Poltik viel sagen was wichtig Klingt aber null Inhalt oder Konsistenz.

      Der Vorteil früher war (unter GM) wenn es den Motor oder das Auto auch in Märkten mit „harten Straßenverhältnissen“ gab wurden die verstärkten Teile meist auch bei Opel gebaut.
    1. Avatar von AstraF1.6_16V
      AstraF1.6_16V -
      Warten wir es ab. Allzu negativ würde ich die Sache gar nicht sehen, wenn ich mir den Grandland X so anschaue - jedes mal wenn ich den auf der Straße sehe fällt er mir positiv auf mit seinem Erscheinungsbild, und das obwohl ich eigentlich mit SUV's nicht viel anfangen kann.
    1. Avatar von Astraracer87
      Astraracer87 -
      Naja ich hab die Qualtät gesehen bei den Fahrzeugen über 2 Jahre bereits. Da sind schon Unterschiede wie Tag und Nacht aber mal sehen ob die Kunden auch in die Bereiche kommen das sie das spüren und ob Ottonormal das merkt. Das ist ja immer der springende Punkt.

      Da aber fast die Gesamte Entwicklung das Unternehmen verlassen soll und das einen Großteil der Entwicklung betrifft weiß ich schon was in paar Jahren für Fahrzeuge raus kommen.
      Für mich endet das was ich gemocht und an der Marke und den Fahrzeugen geschätzt habe mit dem Verkauf von GM. Weil ich das was da kommt nie mochte und ich das ganze auch nicht gut umgesetzt finde für das Geld in vielerlei Hinsicht. Eigene Entwicklungen darf man ohne eigenes Entwicklungszentrum nicht wirklich erwarten. Höchstens mal einen Motor der dann aber für den Gesamtkonzern. Aber auch das bleibt abzuwarten. Evtl macht das ja auch Segula zB.

      Denke aber im Endeffekt ist man dann mit dem identischen Produkt direkt von PSA wesentlich günstiger dran. Aber ja alles Geschmacksache.
    1. Avatar von AstraF1.6_16V
      AstraF1.6_16V -
      Denke aber im Endeffekt ist man dann mit dem identischen Produkt direkt von PSA wesentlich günstiger dran

      Ich habe mal vor ein paar Wochen versucht, den Grandland X und den 3008 nahezu gleichwertig zu konfigurieren und ein Preisunterschied war kaum vorhanden - glaube der Opel war geringfügig teurer, aber dann kommt es ja auch noch auf den Rabatt an, den der Markenhändler gewährt.
      Also in wie Fern die PSA Technik im Opel teurer verkauft wird bleibt abzuwarten.

      Du meinst also die Autos waren unter GM-Regime Qualitativ hochwertiger?