Thanks Thanks:  0
Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 36

Thema: Lambdasonde bzw. Regelung defekt - mittlerweile ratlos

  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    09.08.2018
    Fahrzeug
    Astra G
    Motortyp
    Z18XE
    Baujahr
    2003

    Lambdasonde bzw. Regelung defekt - mittlerweile ratlos

    Servus Gemeinde,

    ich war schon vor dem Forencrash hier registriert, nun bin ich mal wieder mit einem aktuellen Problem ratlos:

    Mein Astra macht Probleme mit der Lambdaregelung. Schon kurz nach dem Kauf meldete sich die Motorlampe ab und an mal, der Fehler ließ sich aber wieder löschen und dann war für eine ganze Weile wieder Ruhe. Nach einem Tausch der Lambdasonde war dann für eine ganze Weile wieder komplett Ruhe, bis dann der Fehler doch wieder auftrat. Es ist immer der gleiche, nämlich P0130, also Stromkreisunterbrechung Lambdasonde 1.

    Da in meinem Astra auch eine LPG-Anlage verbaut ist und das Kabel, was das das Lambda-Signal anzapft, etwas - na sagen wir mal "lausig" - verlegt wurde und auch schon einige Scheuerstellen hatte, vermutete ich darin den Fehler, habe das Abzweigkabel abgeklemmt (da die Lambda-Auswertung im LPG-Steuergerät groteskerweise ohnehin nicht aktiviert war). Geändert hat es leider nichts, der Lambda-Fehler kam nun immer öfter und ist nun seit etwa einem halben Jahr dauerhaft. Das Auto fährt aber ganz normal, verbraucht auch nicht übermäßig Sprit o. ä.

    Nun muss ich diesen Monat zum TüV und erhoffte mir durch einen abermaligen Tausch der Sonde die Lösung des Problems. Die neue Sonde ist eine Delphi, also kein NoName Billig-Mist. Doch weit gefehlt, der Fehler bleibt auch weiterhin drin. Nachdem ich das Abzweigkabel zum Gassteuergerät durch ein gescheites ersetzt und alles vernünftig angeschlossen habe, kann man nun folgendes beobachten:

    Direkt nach dem Kaltstart des Motors arbeitet die Sonde normal, springt laut OBD brav zwischen etwa 90 und ~800 mV hin und her. Das hält für etwa 3-5 km, bis der Motor eben betriebswarm ist. Dann werden die Sprünge der Sonde immer länger und träger und schließlich geht die OBD wieder auf die standardmäßigen 412 mV. Das Auto verhält sich aber normal, es ist kein Stottern oder ähnliches zu merken.
    Das gleiche passiert auch wenn ich ihn im Leerlauf warm laufen lasse. Die Sonde arbeitet bis das Kühlwasser etwa 80° hat, der Motor also Betriebstemperatur. Dann ist Feierabend und das Signal bleibt lange auf "Mager", also etwa 90 mV und dann geht die OBD wieder auf ihre standardmäßigen 412 mV und legt den Fehler P0130 ab.
    Gleiches zeigte sich auch, nachdem ich die Lambda-Auswertung in meinem Gas-Steuergerät mal aktivierte. Die Sonde sprang und das Steuergerät war zufrieden, bis irgendwann die Gasanlage abschaltete und in ihrem Fehlerspeicher die Meldung "Lambda too long lean" (also Lambdaregelung zu lange "mager") ablegte.
    Dies bleibt dann auch nach Abstellen des Motors und Warmstart kurze Zeit später so.
    Als ich gestern die Sonde noch einmal zwecks Vergleichs tauschte und hierfür den Motor natürlich erst einmal wieder etwas abkühlen lassen musste, ließ sich der Fehler gut reproduzieren. Die andere Sonde arbeitete wieder genau so lange bis der Motor wieder Betriebstemperatur hatte, dann war wieder Essig.
    Händisches Nachmessen an der Sonde ergibt dann auch, dass die Spannung bei ca. 80-90 mV hängt und nicht mehr springt. In der OBD kann man an den Spannungssprüngen der Kontrollsonde sehen, dass die Regelung wirklich nicht arbeitet und die Kontrollsonde die Gemischschwankungen registriert.

    Die Sondenheizung funktioniert übrigens an allen Sonden einwandfrei, sowohl laut OBD als auch laut Spannungsprüfer.

    Langsam bin ich mit meinem Latein wirklich am Ende.
    Ich habe nach dem Tausch der Sonde auch bereits den gesamten Kabelbaum bis hoch zum Steuergerät kontrolliert, konnte dabei aber keine Kabelbrüche oder ähnliches entdecken. Den Stecker für die Lambdasonde am Kabelbaum habe ich aufgrund des schlecht angelöteten Abzweigkabels für das Gassteuergerät und einem daraus resultierenden Fast-Kabelbruchs abgepitscht (da sich der verbleibende Kabelrest nicht mehr löten ließ) und alles in einer Klemme vernünftig verbunden. Doch es hilft alles nichts. Der Fehler bleibt und ich muss diesen Monat zum TüV
    Ich hab keine Ahnung mehr wo oder was ich noch suchen soll.
    Ihr seid sozusagen meine letzte Hoffnung.

    Sorry für den langen Text, aber ich hoffe, ich habe so nichts vergessen.

    Danke euch schonmal.
    Geändert von piffpaff34 (09.08.2018 um 16:13 Uhr)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. #2
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    23.04.2017
    Fahrzeug
    Astra G 1,6 mit LPG
    Motortyp
    Z16XE
    Baujahr
    2001
    Hallo,
    das ganze mal kontrollieren wenn die Gasanlage aus ist. Dann mal schauen ob er auch zu mager läuft.
    Gruss Torsten
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  3. #3
    Neuer Benutzer
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.08.2018
    Fahrzeug
    Astra G
    Motortyp
    Z18XE
    Baujahr
    2003
    Das Fehlerbild ist auf Gas wie auf Benzin identisch.
    Er läuft ja ironischerweise gar nicht zu mager, sonst wäre die Leistung ja ziemlich besch... bzw man würde es am Motorlauf merken. Oder nicht?
    Aber man merkt gar nichts.

    Was ich vorhin verfolgen konnte war, dass er, Wenn die Sondenspannung dann irgendwann beim warm werden "hängen bleibt", er kurz noch so fährt und dann nach ungefähr 1 Min. von closed loop auf open loop umschaltet.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    27.04.2017
    Fahrzeug
    Tretroller
    Motortyp
    Treter
    Baujahr
    1959
    Der Fehler könnte auch im Steuergerät liegen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.08.2018
    Fahrzeug
    Astra G
    Motortyp
    Z18XE
    Baujahr
    2003
    Hm und nu? Einfach mal auf Verdacht n neues Steuergerät besorgen???
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    27.04.2017
    Fahrzeug
    Tretroller
    Motortyp
    Treter
    Baujahr
    1959
    Ne, prüfen! Würde dazu den Lambdawert über die OBD Schnittstelle per Scantool auslesen, während das Gemisch "gestört" wird. Sollte dabei keine Änderung eintreten, wäre der Fall doch klar. Parallel würde ich den Lambdawert mit einem 4-Gastester auf Plausibilität prüfen.

    Da das Steuergerät am Motor befestigt ist, ist es doch extremen Temperaturen und Schwankungen ausgesetzt. Da der Fehler ab einer bestimmten Temperatur auftritt, könnte daher durchaus der Fehler da liegen, vorausgesetzt, dass Sonde und Verkabelung in Ordnung sind.

    Das Steuergerät könnte man dann zur Instandsetzung geben.
    Geändert von Torxikologe (10.08.2018 um 07:12 Uhr)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #7
    The Brain Avatar von uli2003
    Registriert seit
    22.04.2017
    Ort
    Wadersloh
    Fahrzeug
    Vectra C
    Motortyp
    Z22YH
    Baujahr
    2005
    Warum versteifst du dich so auf die Sonde? Die regelt nix, sondern zeigt nur Istwerte an. Das regeln passiert woanders, und viele Komponenten tragen dazu bei. Soll heißen - auch mal den Tempfühler, LMM & Co prüfen.

    Massefehler irgendwo?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Der LI
    Registriert seit
    23.04.2017
    Ort
    Saxony-Stop
    Fahrzeug
    Astra F GL / MJ '95
    Motortyp
    C14NZ
    Baujahr
    9/94
    Auch nach Falschluft suchen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #9
    Neuer Benutzer
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.08.2018
    Fahrzeug
    Astra G
    Motortyp
    Z18XE
    Baujahr
    2003
    Also, eure kurzen und prägnanten Antworten sind ja ganz lieb und nett, nur helfen sie mir gerade nicht wirklich weiter.

    Also... Luftmassenmesser habe ich heute geprüft indem ich mal mit abgezogenem gefahren bin. Das hat am Verhalten der Lambdasonde bzw. deren Auswertung leider nichts geändert. Sobald Auto einigermaßen warm, Springen der Sonde Essig
    OLA-Snapshot-20180810040732.jpgOLA-Snapshot-20180810040715.jpgOLA-Snapshot-20180810040825.jpg
    Man kann sehr schön sehen wie die Regelsonde (bzw. deren Auswertung) bei dieser Fahrt nach ziemlich genau 200 Sek. Fahrzeit (das Kühlwasser hatte da laut OBD 69°) einfach "aufgibt" und das STG auf die vorgegebenen 412 mV geht. Kurz drauf ging der Wagen dann auch in den Open Loop.

    Der (später wieder) angesteckte Luftmassenmesser liefert für meine Begriffe plausible Werte:
    OLA-Snapshot-20180810042026.jpg

    Falschluft... woher sollte die kommen? Die Luftzuführung ist dicht, blubbern oder röhren tut er nicht (dachte auch schon an einen gerissenen Krümmer, aber den würde man sicherlich hören und er würde ja wohl kaum ausgerechnet nur bei Betriebswärme die Sonde bzw. deren Auswertung "abschießen").
    Ansauglufttemperaturfühler sitzt ja mit im LMM-Gehäuse wenn ich richtig informiert bin, aber die ist auch plausibel (ca. 35° bei den derzeitigen Temperaturen, bei Sitz des Lufteinlasses direkt über dem Kühler nicht verwunderlich).
    OLA-Snapshot-20180810045657.jpg

    Ich sag' ja, mir gehen langsam die Ideen aus. Bis auf den Kältetest mit dem Steuergerät fällt mir echt auch nichts mehr ein (und vor dem hab ich etwas Respekt, weil mal eben so ein Gasgemisch auf einen heißen Punkt fokussiert in den Motorraum sprühen, irgendwie hab ich da etwas Bammel...). Aber heute z. B. hat sich der Fehler noch weit vor Erreichen der Betriebstemperatur gezeigt (schon bei etwa 70°) und er zeigt sich ja auch wenn ich den Motor mit offener Haube im Leerlauf warm laufen lasse (da dürfte das Steuergerät ja eigentlich nicht so heiß werden).

    Massefehler, der Verdacht kam mir auch schon. Aber WO suchen bzw. WIE aufspüren??? Ich kann ja die Masse der Regelsonde schlecht an die nackte Fahrzeugmasse hängen (oder doch?)

    Was mir noch bei der ersten Fahrt (Kaltstart) auffällt ist, dass die 2. Sonde, also die Monitorsonde, trotz da noch arbeitender Regelsonde auch extrem springt. Diese sollte doch aber bei ordnungsgemäß arbeitender Regelung eigentlich eine relativ konstante Spannung abgeben, als Zeichen eines gleichmäßig geregelten Gemischs - oder nicht?
    Heißt das jetzt dass die Motorsteuerung das Gemisch sowieso nicht vernünftig regelt, egal ob mit oder ohne arbeitende Sonde?

    Ach Mann, ich bin kurz davor, den Karren sprichwörtlich vor die nächste Wand zu fahren. Habe mir extra Geld geliehen um ihn TüV-fertig zu machen, statt ein anderes Auto zu kaufen... Scheiße, hätte ich mal letzteres getan!
    Geändert von piffpaff34 (10.08.2018 um 16:35 Uhr)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Der LI
    Registriert seit
    23.04.2017
    Ort
    Saxony-Stop
    Fahrzeug
    Astra F GL / MJ '95
    Motortyp
    C14NZ
    Baujahr
    9/94
    Zitat Zitat von piffpaff34 Beitrag anzeigen
    ...Falschluft... woher sollte die kommen?...
    Weißt du nicht, wie man nach Falschluft sucht?

    Möglichkeiten für Falschluft gibt es viele, das kann man in den wenigsten Fällen akustisch wahrnehmen:

    das ganze Unterdrucksystem [Schläuche, Leitungen], Dichtungen [z.B. zwischen Drosselklappe und Saugrohr, zw. Saugrohr u. Kopf, aber auch das Saugrohr selbst, das ja aus Ober- u. Unterteil besteht etc.]

    Solche Lecks können eben auch ausschließlich bei bestimmten Motortemperaturen auftreten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •