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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vectra C: bisher unbekannter Fehler der HD-Pumpe



schlurf
08.05.2017, 21:50
Hallo Leute,
ich brauche einen pfiffigen Techniker zum Mitdenken!
Habe hier eine Pumpe, die ich schon dreimal zerlegt habe aber die Fehlerquelle nicht finde.
Fehlerbeschreibung:
Es ist die erste Pumpe die mir in die Finger kam und Probleme nur bei niedrigen Drehzahlen hat, bei höheren absolut zuverlässig arbeitet.
Alle Membranen mehrfach geprüft, sind OK, aber: bei hoher Last aus niedriger Drehzahl (fettes Gemisch) heraus stolpert er und meldet P1191!

Aktuelle These: kleine Undichtigkeit zwischen Nieder- und Hochdruckteil, d.h. es fließt eine kleine Menge Benzin aus dem Hoch- in den Niederdruckbereich zurück, das Leck lässt also eine bestimmte Menge Treibstoff / sec durch, bei hoher Drehzahl wird das nicht mehr, aber in Relation zur Gesamtfördermenge ist der Verlust dann unbedeutend. Könnte das sein?????

Gegebenenfalls schleife ich die Bodenventile herunter, damit der Druck auf die Dichtfläche am Boden größer wird. Einschleifen der Dichtfläche mit Ventilschleifpaste hat es evtl. etwas besser gemacht - ja ich weiß, dabei ging etwas Material verloren ..., dachte ja auch zunächst an eine Unebenheit.

Wichtiger Hinweis:
Das Kopfteil ist von einer Spenderpumpe, weil das Originallager wackelte (Messwerte aber identisch!)


Von wegen "Gott" ....

uli2003
08.05.2017, 22:05
Hast du denn mal den Druck gemessen? Der wird sicher auch bei höherer Drehzahl knapp übers soll sein denke ich.
Sind die Flusskanäle alle offen und sauber?

schlurf
08.05.2017, 22:14
Ich müsste mir erst mal eine Messeinheit für Drücke über 10 bar bauen ... oder meinst Du OP-com reicht?
Alle Ventile/Druckkanäle ausgeblasen und frei.
Hätte je mal eine Dichtung aus Pergamentpapier testweise eingebaut - aber wenn davon was flöten geht ....

uli2003
08.05.2017, 22:16
Wenn der Drucksensor ok ist, reicht das opcom.

schlurf
08.05.2017, 22:19
OK, aber im Moment ist gerade eine andere Überholte testweise eingebaut, Druckregler ist OK. Ich seh' mir das am WE an.

Tuba
10.05.2017, 14:49
Von wegen "Gott" ....
Ach was, auch Götter machen mal einen Fehler. Warum sonst gibt es Fr........ :undwech:

;)

schlurf
11.05.2017, 09:35
Du sprichst mir aus dem Herzen ... :biggrin:

Heinzel
16.11.2017, 21:18
Na Schlurf, was macht die Septemberpumpe? Ich hab seit letzte Woche wieder meinen Dicken am Start und hoffe, dass die von Dir überholte Pumpe noch lange auf der Reservebank bleiben kann. Hab Dir grad eine PN geschickt, hab das Angebot von der Elastomerteile-Firma für die Nachfertigung der Membranen bekommen :-)

schlurf
17.11.2017, 06:53
Septemberpumpe ist zurückgestellt, da ich eine andere bekommen habe, die inzwischen läuft. Außerdem hat man mein Schiff am Montag abgeschossen.

torrannagga
20.11.2017, 19:20
Aktuelle These: kleine Undichtigkeit zwischen Nieder- und Hochdruckteil, d.h. es fließt eine kleine Menge Benzin aus dem Hoch- in den Niederdruckbereich zurück, das Leck lässt also eine bestimmte Menge Treibstoff / sec durch, bei hoher Drehzahl wird das nicht mehr, aber in Relation zur Gesamtfördermenge ist der Verlust dann unbedeutend. Könnte das sein?????


Das ist zumindest bei Dieselpumpen der Fall und auch bei Hydraulikaxialkolbeneinheiten kann man so ein Verhalten beobachten.
Um im KFZ-Sektor zu bleiben: Diesel mit hoher interner Pumpenleckage springen gerade bei der relativ niedrigen Drehzahl des Anlassers schlecht an. Wenn man dann (was man nicht tun sollte) mit Startpilot nachhilft laufen die Dinger trotzdem gut.

Kenne die DIRECT-HD-Pumpen nicht im Detail, aber in der Theorie passt deine These zum Fehlerbild.

Grüße

schlurf
21.11.2017, 11:05
Sobald meine Kiste wieder läuft, werde ich es mit einer Dichtung probieren. Dachte zunächst an passgenau geschnittenes Pergamentpapier - aber mit Blick auf die Einspritzanlage ist mir das zu heiß. Was haltet Ihr von Alufolie - natürlich so exakt geschnitten, dass nichts über die Dichtflächen schaut oder denkt Ihr man könnte es mit Curil versuchen - ohne Hitze halt nicht mehr trennbar? Wie gesagt, nur testweise, weil ich einfach wissen will, woran es liegt!!!!

H.T.
21.11.2017, 11:39
Schon mal an Wasserglas gedacht?
Ist schon etwas länger her, wir hatten damals sehr gute Erfahrungen bei den aufgeladenen Büssing Unterflurmotoren (damals schlappe 320 PS aus 6 Zyl.) gemacht.
Die Zylinderkopfdichtungen waren aus Metall und mit zunehmender Laufleistung haben sich bei einer Reparatur Probleme mit der Dichtheit ergeben.

Nur zur Info, Büssing war zu meiner Zeit schon unter MAN Dach. Ich gehe noch nicht auf die Hundert zu. :wink:

schlurf
21.11.2017, 16:38
Büssing waren tolle Lkw - aber wohl etwas spröde in der Fahrkultur?
Wasserglas - auch 'ne Idee - aber gibt's das in kleinen Mengen?

H.T.
21.11.2017, 16:56
Stimmt, die Fahrkultur war eher von der "Urwüchsigen" Natur. Obwohl, die 320er hatten ein bequemes und geräumiges Fahrerhaus. Die Fahrgestelle waren auch mit Luftfederung erhältlich. Nachschalt -, respektive Vorschaltgruppe war schon pneumatisch zu betätigen.
Getriebe wahlweise von ZF oder Fuller, wobei Fuller mein Favorit war.
Früher gab's das Wasserglas in Pulver Form zum anrühren, das selbe Zeug wo man auch Eier einlegt. Keine Ahnung wie das heute ist.

Tuba
21.11.2017, 17:07
Gibt es sicher im Bastelzubehör. Damit dichtet man Tongefäße ab, kann also nicht ausschließlich in Kanistermengen im Handel sein.

schlurf
21.11.2017, 21:05
Bastelzubehör - guter Tipp. Ich hatte mal eine ganze Dose voll - zum Einkleben von Dichtmatte im Gaskessel - ist aber schon hart geworden ... und der Kessel alt (28 Jahre) ...

Den letzten Büssing und seine ebenso rustikale Besitzerin sah ich etwa vor 30 Jahren ....

Heinzel
21.11.2017, 22:21
1108

Deshalb fahr ich so gern die luftgekühlten Klöckner-Humboldt-Deutz Maschinen. 5,3 Liter, 4 Zylinder, 75 PS, Luftkühlung. Etwas off-topic, aber sehr rustikal in der Laufkultur :wink:

Tuba
22.11.2017, 00:14
Völlig Offtopic das. Der hat ja gar keine HD-Pumpe!

:boesermod:

Das erinnert mich an meine Ausbildung zum PI. Da hat mein Ausbilder mich eines Tages mitgenommen zu einer LKW-Bude, die solche Geräte in Pflege hatten. "Sodele, geh mal nach hinten, Licht kucken!" - "JAU ... GEHT ... GEHT ... GEHT ... GEHT ..." - "Komduhszdbgslb..." - "WATT?" - "KOMMA NACH VOOOOORNEEEE!!" - "JAU ... GEHT ... GEHT ... GEHT ... GENAANÜÜÜÜNAANAAAAA ... gefühlte 75 bar auf'm Horn ... 3 Tage Freizeichen im Ohr ...

Also nicht wundern, wenn der :forenopa: nicht sofort alles mitbekommt hier ;)

schlurf
24.11.2017, 05:17
Da isses ja echt 'ne Gnade, wenn die Malerzunft ihre Stifte früher zum Lambrisleiter holen geschickt hat ...

Und "near topic":

Gestern kam die komplette Vorderfront für meinen Dicken aus Berlin - damit ist er fast wieder vollständig und kann ich bald wieder HD-Pumpen basteln :) ...
und um den Unfallverursacher kümmert sich mein Anwalt ...:keule:

H.T.
24.11.2017, 07:08
Bastelzubehör - guter Tipp. Ich hatte mal eine ganze Dose voll - zum Einkleben von Dichtmatte im Gaskessel - ist aber schon hart geworden ... und der Kessel alt (28 Jahre) ...

Den letzten Büssing und seine ebenso rustikale Besitzerin sah ich etwa vor 30 Jahren ....

Bei uns in der Gegend ist ein Spediteur, der sammelt die Geräte und restauriert sie auch.
Unterflurmotor, stehende Maschine als Kipper und als SZM. Eine Augenweide für 'nen altgedienten LKW - Schrauber. :)

schlurf
24.11.2017, 14:26
Bei uns in der Gegend ist ein Spediteur, der sammelt die Geräte und restauriert sie auch.
Unterflurmotor, stehende Maschine als Kipper und als SZM. Eine Augenweide für 'nen altgedienten LKW - Schrauber. :)

Gibt es Bilder?

H.T.
24.11.2017, 14:51
Werde demnächst schauen, dass ich die Objekte vor die Linse bekomme. Ich fahr da öfter vorbei.

Das gibt dann einen eigenen Thread, hier sind wir schon Off Topic genug.

Heinzel
24.11.2017, 19:33
H.T.:
Das ist eine prima Idee, dann pack ich auch noch ein paar Bilder von unserem alten LF 15 dazu.

Gruß Heinzel

H.T.
25.11.2017, 10:18
Heinzel,
Die Büssing Fahrzeuge sind leider schon im Winterquartier, müssen uns bis zum Frühjahr gedulden.

Vorschlag, fang doch mit dem LF 15 den Oldtimer Thread an, es werden sich bestimmt gute Diskussionen entwickeln.
Hatte beruflich auch hin und wieder mit Magirus, Henschel und Co. zu tun.
Und mit OM, war eine Co Produktion von Büssing mit Fiat. So ein Teil hatten wir damals als Werkstattwagen.